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Update, 20. Januar 2021

Unsere 5G-Moratorium-Petition wurde vom Stadtrat angenommen. Dies freut uns sehr! Und er wird bis Ende Mai darüber entscheiden.

Zudem, der Grosse Gemeinderat hat das Gleiche getan. Doch ins Parlamentsplenum wird die Petition nicht kommen, da die Ratsleitung stellvertretend für den ganzen Rat für die Vertretung nach «aussen» zuständig ist. Dieser wird sich bereits an der nächsten Sitzung vom 25. Januar damit beschäftigen. Eine Antwort wird durch sie erfolgen. Die Petition wird aber insofern allen Ratsmitgliedern zugänglich gemacht, als sie zusammen mit dem Ratsleitungsprotokoll an alle Parlamentsmitglieder verschickt wird.

Im Namen der Vereine Stopp 5G in Winterthur!, Ohne 5G (IG Seen) und in Vertretung der 54 % der befragten 12’847 Umfrageteilnehmern von 20 Minuten und Mehrheit der Schweizer Frauen (siehe Umfrageseite) informieren wir Sie sehr gerne über die mittels Einschreiben vom Samstag, 28. November an die Stadtregierung (Christa Meier) und den Gemeinderat (Daniel Oswald und Maria Sorgo) eingereichtePETITION 5G-Moratorium – inkl. der BITTE für eine DRINGLICHE INTERPELLATION“ von Vertretern des Gemeinderates an die Stadtregierung.

Beilagen 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10 und 11

Wir ersuchen den Gemeinderat, die Stadträtin Christa Meier (Vorsteherin Departement Bau) und den gesamten Stadtrat um wohlwollende Prüfung unserer Anträge (siehe  PETITION Seite 5 und 6) und – baldmöglichste Umsetzung.

Gründe für diese Dringlichkeit sind vor allem die für uns unhaltbaren Tatsachen und Zustände, die auf der Seite 1 und 2 der Petitionsschrift beschrieben sind (inkl. der zwei Fragen an Christa Meier); zzgl. der Vorsorgebedenken – resp. gesundheitlichen Risiken.

Und am 5. November 2020 schrieb der Landbote über das unerklärliche Insektensterben im Amazonasgebiet (nördlich von Manaus, Brasilien, siehe diesen Link).

In jenem Waldgebiet gibt es keine neueren landwirtschaftlichen Monokulturen, Lichtverschmutzung oder Einsatz von Pestiziden. Doch es gibt immer mehr Mobilfunk; siehe diverse Anbieter unter diesem Link.

Zuvor sind uns – über das apokalyptische (? – siehe weiter unten) Insektensterben – zwei relevante Arbeiten aus der Schweiz und Deutschland aufgefallen.

Am 19. August 2019 veröffentlichte das UVEK (Eidg. Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation) den Bericht des BAFUs (Bundesamt für Umwelt) mit dem Namen „Das Insektensterben stoppen – eine Auslegeordnung zuhanden der UREK-N“
(nationalrätliche Kommission für Umwelt, Raumplanung und Energie).

Dabei verstehen wir nicht, dass das UVEK oder die BAFU bei ihrer Arbeit nicht vor allem die vergangenen 30 Jahren durchleuchtete?! Denn in dieser Zeit sind in der westlichen Welt ca. 80 % der Insektenpopulationen verschwunden! Das ist genau so lange, wie es die flächendeckenden Mobilfunktechnologien gibt! Und Pestizide in der Landwirtschaft, Lichtverschmutzung, der Verlust von Biodiversität, etc. – als bereits bestätigte Ursachen – gab es schon früher.

Eine neuere Ausgabe (3-2020) und Studie des Magazins „umwelt medizin gesellschaft“ von Alain Thill der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg (DE) weist darauf hin, dass bei 72 von 83 analysierten elektromagnetischen Felder (EMF)-Studien Einflüsse auf Insekten festgestellt wurden. Als negative Wirkungen wurden beschrieben: Einschränkungen des Orientierungssinns, reduzierte Fortpflanzungsfähigkeit und Fruchtbarkeit, Lethargie, Veränderungen der Flugdynamik, Misserfolg in der Nahrungssuche, reduzierte Reaktionsgeschwindigkeiten, Fluchtverhalten, Störung der circadianen Rhythmik, Blockierung der Atmungskette und Schädigung der Mitochondrien, Fehlaktivierungen im Immunsystem, erhöhte Anzahl von DNA-Strangbrüchen.

Die Lethargie und die Veränderung der Flugdynamik eines Bienenschwarmes an der Brühlbergstrasse 8 (gleich vis-à-vis einer 3 und 4G Mobilfunkantenne – heute*
übrigens bereits mit 5G ausgestattet) im Mai 2018 in Winterthur – war der Startschuss für unsere Insektensterben- und Mobilfunkstrahlenabklärungen und schliesslich – für die Gründung unseres Vereins Ende Januar 2020).

Dabei interessiert uns auch die Frage, ob Insekten auf weniger oder gar nicht mobilfunkbelastende Räume und Gebiete ausweichen?

Bis heute konnte die Agroscope – beauftragt vom BAFU (siehe oben) – leider nicht relevant entwarnen. Die Mobilfunktechnologien stehen mit der neueren Studie von Alain Thill (siehe oben) sogar noch mehr in Verdacht, dass sie das schlimme Insektensterben grösser mitbegründen.

Deshalb fragten wir am 27. Oktober die EMPA (interdisziplinäres Forschungsinstitut des ETH-Bereichs für Materialwissenschaften und Technologieentwicklung) und die Swiss TPH (Schweizerisches Tropen- und Gesundheitsinsitut) an, ob sie diese wichtigen wissenschaftlichen Forschungen mit uns – und Ihrer ebenfalls wichtigen Unterstützung – angehen können oder wollen.

Swiss TPH, Herr Martin Röösli, antwortete innert Tagesfrist wie folgt:

„Das Bundesamt für Strahlenschutz hat die von Ihnen zitierte Studie diskutiert.“ Siehe unter diesem Link.

Und:

„Zu diesem Thema gibt es nur wenig qualitativ gute Studien. In der Arbeit von Thill wird leider die Studienqualität und die Höhe der Exposition nicht wirklich berücksichtigt. Bei einigen der zitierten Arbeiten handelt es sich auch nicht um Mobilfunk. Anbei noch eine wissenschaftlich begutachtete Review Arbeit zu diesem Thema, die qualitativ deutlich höher einzuschätzen ist.“ Siehe unter diesem Link.

Und:

„Ich stimme mit dem BfS überein, dass es in diesem Bereich auch noch weitere Forschung braucht, insbesondere auch im Hinblick auf den Einsatz von Millimeterwellen. Das hat die Expertengruppe Berenis in ihrem Newsletter auch explizit gesagt.“

Doch leider hat das Swiss TPH keine Möglichkeit, wie die Agroscope nicht, klärende Metastudien oder qualitativ gute experimentelle Untersuchungen anzugehen.

Wir wollen diese wichtigen Studien umgesetzt sehen; weshalb wir mit dem BAFU und der Entomologischen Gesellschaft Zürich Kontakt aufnahmen. Letztere hat bis heute nicht auf unsere Fragen reagiert; das BAFU jedoch schon. Dieses verwies uns u.a. an die Eidg. Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL).

Deren Herrn Reinhard Lässig antwortete auf unseren Input am 20. November wie folgt:

„Meine Kollegin Frau Büchi hat mir Ihre Anfrage weitergeleitet. Beim Lesen
des Schriftwechsels ist mir aufgefallen, dass Sie offensichtlich in ein
bisher noch kaum beackertes Fachgebiet vorgestossen sind. Und dies, obwohl
seit vielen Jahren neue Mobilfunkantennen bewilligt und installiert
werden.

Ich habe unterdessen mit unseren Insektenforschern gesprochen. Konkrete
Informationen zu Ihrem Thema kann er Ihnen nicht viele geben, ausser dass
ihm aus Fachkreisen kaum Informationen vorliegen, welche Ihre eingangs
gestellten Fragen beantworten könnten. Er bestätigte mir, dass es seitens
des Bundesamtes für Umwelt Bestrebungen gäbe, eine ausführliche
Literaturrecherche zu diesen Themen durchzuführen. An dem kurz vor seinem
Beginn stehenden Projekt werden Fachleute verschiedener Institutionen
mitarbeiten und ihr Wissen zusammentragen. Das Projekt wird nicht allzu
lange dauern, so dass nach etwa 6 Monaten die Ergebnisse vorliegen
dürften.

Mir ist klar, dass diese Antwort für Sie weniger umfassend ist als
erwartet. Doch die Fragen werden abgeklärt und im nächsten Sommer sollten
Ergebnisse vorliegen. Diese Zeitspanne ist für Forschungsprojekte und
Reviewarbeiten ziemlich kurz.“

Wir fordern darüber Feld- und Laboruntersuchungen! Denn die Eidg. Agroscope untersuchte das Bienensterben bereits 2010 mit einer Literatur-Forschungsbeauftragung der Wageningen Universität in Holland. Diese wurde im November und Dezember 2010 durchgeführt (siehe unter diesem Link).

Dabei hinterfragten sogar die Wissenschaftler selber die Qualität der untersuchten Arbeiten. So konnten deren Schlussfolgerungen als nicht relevant eingestuft werden.

Für die weitere wichtige Abklärung bekam die Auftraggeberin Agroscope – jedoch nicht mehr – Gelder zur Verfügung.

Daher ist es für uns nun Zeit für Feld- und Labortests – und nicht mehr für Literaturarbeiten! Zudem wäre es für uns grobfahrlässig, wenn zumindest mit der neuen 5G-Technologie, die aufgrund der hochfrequentigeren Strahlung stärker senden muss – mit deren Pulsationsstrahlung permanent und den adaptiven Beams ebenso – aufgrund der 24/7 (resp. rund um die Uhr) Nutzung. Dabei tut dies 5G für uns viel nervöser und somit belastender; denn vor allem deren adaptiven Beams werden immer wieder auf und durch die Nutzer und Unbeteiligte, wie auch Tiere und Natur strahlen.

Und am 18. September veröffentlichten wir einen neuen Sideletter mit nachhaltigen und vorsorglichen Forderungen. Diesen haben wir mit Datum vom 22. November nützlich ergänzt.

Es gibt auch wichtige News – und Kommentare von uns – über 5G- und Mobilfunkinitiativen, Petitionen und neuen Partnerschaften, etc. (siehe auf unserer Initiativen- und Links-Seite).

Zudem, gerne teilen wir mit Ihnen auch diesen Blick-Artikel: Das grosse 5G-Debakel.
Wir laden Sie dazu ein, ihn – zusammen mit den Leserkommentaren – auf beide Seiten kritisch zu hinterfragen.

Im Weiteren und nicht minder wichtiger, unsere Rekurse gegen die neu geplanten 5G- Mobilfunkantennen an der Technoparkstrasse 2 und Brühlbergstrasse 4 wurden im Rahmen des Hauptverfahrens vom Baurekursgericht (1. Instanz) mit Entscheid vom 16. Juli und Kostenfolgen von insgesamt CHF 8’090.- (Gerichtsgebühr und Zustellkosten) abgewiesen.

Da aufgrund des Spendenaufrufes vom 3. August – und bis heute erneut – beachtliche Unterstützungsbeiträge bei uns eingegangen sind (herzlichsten Dank dafür!), zählen wir bis zum heutigen Tag über 70 Mitgliederinnen/Mitglieder/Gönnerinnen und Gönner! Zwar können wir mit den Beiträgen nach Abzug unserer Kosten (einmalige Rechtsanwaltberatung, Flyers, Homepageunterhalt, Facebookinserate, etc.) bis heute lediglich CHF 6’050.- für die Gerichtskosten aufbringen; doch wir machen überzeugt weiter – und rekurrieren bis heute bis an das Verwaltungsgericht (= Instanz vor dem Bundesgericht) sowie neuerdings u.a. – mittels Normenkontrollen USG (siehe unten) vs. Bundesverfassungs (BV)-Artikeln 10, 11, 13 und 78!.

Dazu fühlen wir uns verpflichtet! Denn die bestehenden Mobilfunkstrahlengrenzwerte wurden aufgrund des Umweltschutzgesetzes (USG)-Artikel 11 Absatz 2 und der *Verordnung über den Schutz vor nichtionisierender Strahlung (NISV) nur aufgrund von „technisch und betrieblich möglich und wirtschaftlich tragbaren“ Argumenten festgelegt – ohne vorgängige, unabhängige und vorsorgliche wissenschaftliche Tests/Abklärungen! Zudem, die ebenfalls schädigenden Pulsationen (siehe Niels Kuster Forschungsarbeit) sind in der NISV gänzlich ausser Acht gelassen.

Wie kann das alles sein?! Der Mobilfunk strahlt (etc.!) zusätzlich zu den natürlichen Belastungen, dringt dabei ohne Wahl in unsere Privat- und Geschäftsräume ein, wirkt auch draussen so auf uns ein (besonders auf empfindlichere Kinder) und dies – sogar flächendeckend und 24 Stunden 7 Tage in der Woche! Wie mit den Medikamenten in der Pharmaindustrie müssten daher pingeligste Langzeitstudien vorgenommen werden, bevor die Mobilfunktechnologien so universal eingesetzt werden dürften!

Dabei sind wir weiterhin – sehr auf Ihre Spenden angewiesen. Für die Finanzierung der Rekurse resp. Gerichtskosten benötigen wir nach wie vor ca. CHF 6’000.- bis 9’000.-!
Falls wir mit unserem gemeinnützigen Anliegen dann noch an das Bundesgericht gelangen müssen, versuchen wir in den nächsten Wochen dringend – mindestens an diese Mittel zu kommen! Und für die noch aktuelleren 5G-Bagatelländerungen-Rechtsbegehren sind wir – noch mehr darauf angewiesen.

Helfen Sie mit Ihrer Spende entscheidend mit – und/oder erzählen Sie unser sehr wichtiges Anliegen bitte weiter! Für Beides wären wir Ihnen äusserst dankbar!

Das ist unsere Zahlungsverbindung:

Migros Bank AG
8001 Zürich

CH93 0840 1000 0650 6634 0
Stopp 5G in Winterthur!
8400 Winterthur

Zudem, am 5. September und am 4. Juli hatten wir gemeinsam mit der IG Seen (Ohne 5G) einen Marktgassestand.

Die Anlässe benützten wir vor allem um unsere Vereine bekannter zu machen, Unterstützungsbeiträge für unsere wichtigen juristischen Rekurse und Abklärungen zu äufnen, sowie Unterschriften für die eidgenössische Volksinitiative «Für einen gesundheitsverträglichen und stromsparenden Mobilfunk» und für die «Mobilfunk Haftungsinitiative» zu sammeln; wie auch für unsere nationale 5G-Umfrage.

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